Gerhardt Preitz

Portrait Gerhardt PreitzGerhardt Preitz (geboren am 2. November 1884 in Zerbst, gestorben am 31. Mai 1946 in Dessau) studierte 1903-1906 am Konservatorium in Leipzig, war anschließend zunächst Solorepetitor und dann Musikdirektor am Dessauer Hoftheater. Im Jahre 1910, also nach Bartmuß´ Tod, übernahm er das Amt des Organisten an der Schlosskirche, wurde zum Landeskirchenmusikdirektor und 1923 zum Professor ernannt.

Als Pädagoge oblag ihm die Leitung der Schulmusiklehrer-Ausbildung. In den 20er Jahren übernahm Preitz an Stelle des musikalischen Oberleiters des Theaterorchesters - damals ungewöhnlich - den Klavierpart in der Dessauer Kammermusikvereinigung.

1917 gründete Preitz den „Reformationschor", mit dem er über Jahre die großen Oratorien Händels und Bachs in einer erstaunlich hohen Anzahl zur Aufführung brachte. Darüber hinaus hat er sich durch die Organisation großer kirchlicher Musikfeste in Anhalt verdient gemacht. Im Januar 1946 rief Preitz den „Lutherchor" ins Leben, der von seiner Gründung bis heute in Dessau als einziger örtlicher Laienchor die Aufführung großer Vokalwerke mit Instrumentalbegleitung pflegt.

Preitz´ kompositorisches Schaffen umfasst 69 Instrumental- und Vokalwerke kirchlichen und weltlichen Inhaltes, darunter auch ein als Liederspiel bezeichnetes Bühnenwerk „Das deutsche Volkslied", das 1917 in Dessau aufgeführt wurde. Sein gesamter Nachlass gilt jedoch als verschollen, so dass derzeitig nur auf das wenige zu seinen Lebzeiten im Druck Erschienene zurückgegriffen werden kann.

 
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