Richard Bartmuß

Portrait Richard BartmußRichard Bartmuß (geboren am 23. Dezember 1859 in Schleesen bei Oranienbaum, gestorben am 25. Dezember 1910 in Dessau) studierte, nachdem er zunächst als Lehrer tätig war, in Berlin Kirchenmusik und Komposition. Seine praktische Tätigkeit begann 1885 als Organist der Schlosskirche in Dessau. (Dieses Amt war nach Schneiders Zeiten aus praktischen Gründen nicht mehr mit dem des Hofkapellmeisters verbunden.)

Bartmuß machte sich zusammen mit anderen Reformern um die Neuordnung des evangelischen Gottesdienstes verdient, den er um neue musikalische Formen bereicherte. Er gehörte auf dem Gebiet der protestantischen Kirchenmusik zu den meistaufgeführten Komponisten seiner Zeit. Im phantasiereichen, freien Orgelspiel soll er nicht zu übertreffen und als Mensch von eigenartiger Prägung gewesen sein. Erst im letzten Jahrzehnt wurde Bartmuß' Musik wiederbelebt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bartmuß' Kompositionen (nach der Opuszahl 52, darunter Orgelwerke, Motetten, Kantaten und andere Chorwerke in verschiedenen Stimmlagen) sind stets einprägsam und kantabel gehalten. Er bevorzugte eine melodische Stimmführung und natürliche harmonische Wendungen. Er selbst hat viele seiner Kantaten bereits im Titel als „leicht aufführbar" benannt.

Im Mittelpunkt seiner Kompositionen steht zwar die geistliche Vokalmusik, es zeugt jedoch von seiner Weltoffenheit und Vielseitigkeit, dass er eine Reihe weltlicher Lieder für Frauen- und Männerchöre hinterlassen hat, die auch heute noch aufführungswürdig sind.

 
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