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Dessauer Komponisten

Friedrich Schneider

Komponist, Organist und Herzoglich-Anhaltischer Hofkapellmeister

Friedrich Schneider, der den folgenden Generationen über 400 Chorwerke und zahlreiche weitere Kompositionen hinterließ, wurde zu seiner Zeit im gesamten deutschen Sprachraum für sein Tun als renommierter Künstler geachtet. Da seine Werke drohten, in Vergessenheit zu geraten, sieht es der Friedrich Schneider Chor als Ehre und gleichzeitig als Verpflichtung an, den enormen Nachlass Friedrich Schneiders, zumindest in Teilen, lebendig zu erhalten. Da Friedrich Schneider in Dessau über 30 Jahre schöpferisch tätig war, demonstrieren die Mitglieder des gleichnamigen Chores die besonders tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt mit zahlreichen, jährlich wiederkehrenden regionalen Veranstaltungen. Dann werden neben traditioneller Chormusik auch Werke des Namensgebers präsentiert.

Johann Christian Friedrich Schneider, am 5. Januar 1786 in Alt-Waltersdorf (heute: Waltersdorf) bei Zittau geboren, erwarb sich bereits im kindlichen Alter ungewöhnliche Fertigkeiten auf fast allen Instrumenten und versuchte sich schon als Gymnasiast in der Komposition von Harmoniemusiken und Vokalmessen. Sein beruflicher Werdegang begann in Leipzig, wo er sich weniger dem Studium der „Humaniora", in der er eingeschrieben war, als der praktischen Musikausübung widmete.

ausführliche Infos
 

Wolfgang Elger

Portrait Wolfgang ElgerWolfgang Elger (geb. 1932 in Görlitz) studierte an der Kirchenmusikschule in Halle und übernahm 1954 seine erste Kantorenstelle an der Dreifaltigkeitskirche in Görlitz. Ab 1960 war er Kantor am Naumburger Dom und Dozent am dortigen kirchlichen Proseminar.
1978 wechselte Elger nach Dessau. Als Leiter des Lutherchores setzte er dessen Tradition ungebrochen fort.

In seiner Funktion als Landeskichenmusikdirektor konnte er auch über Dessau hinaus wirken und auf die kirchliche Musikpraxis Einfluss nehmen. Besonders anspruchsvoll für den Lutherchor und seinen Leiter waren die Aufführungen von Bruckners f-Moll-Messe (1980), Mendelssohns "Elias" (1981), Bachs h-Moll-Messe (1985) und Kiels „Christus" (1990). Bereits 1978 gründete Elger die „Dessauer Kantorei", die als A-cappella-Chor den auf oratorische Werke spezialisierten Lutherchor ergänzt und bisher mit mehr als 100 Konzerten in fast allen Gegenden Deutschlands aufgetreten ist. Wesentlich verdient gemacht hat sich Elger in den letzten Jahren um die Wiederbelebung und Aufführung der Orgel- und Vokalkompositionen Richard Barmuß´. Seine eigenen Musikstücke bezeichnet Elger als „Gelegenheitskompositionen" (3 Kinderkantaten, Weihnachtsgeschichte für Chor und Instrumente, Kanons). Seit 1998 ist er im Ruhestand.

 

Günther Eisenhardt

Portrait Günther EisenhardtGünther Eisenhardt (geboren 1933 in Gleiwitz, gestorben 2003 in Dessau) studierte Musikerziehung und Komposition in Halle, Berlin und Dresden.

Schon seit dieser Zeit verband er seine beruflichen Pflichten stets mir einer rührigen Förderung und Unterstützung der Laienchöre in Dessau und dessen weiterer Umgebung. Unter anderem übernahm er für 9 Jahre (1966-1975) die Leitung des Gesangsensembles der Konsumgenossenschaft Dessau (heute: Madrigalchor Dessau). Für ein Jahr, in einer personellen Notlage helfend, leitete er 1979 den damaligen ZAB-Kammerchor, den jetzigen Friedrich-Schneider-Chor Dessau.

Zunächst als stellvertretender Direktor der Dessauer Musikschule tätig (1955-1979), promovierte Eisenhardt 1980 mit Beiträgen zur Dessauer Musikgeschichte, habilitierte 1984 mit einer Abhandlung zu einem musikthearetischen Problem und wurde 1986 zum ordentlichen Professor an der Pädagogischen Hochschule Potsdam ernannt. Darüber hinaus unterrichtete er 1976-1996 an der Komponistenklasse Halle/Dresden. 1975 erhielt er den Wilhelm-Müller-Kunstpreis der Stadt Dessau. Neben seiner Arbeit als Musikpädagoge (Emeritus seit 1998, jedoch noch im Beruf aktiv) widmete er sich vor allem der Förderung der neuzeitlichen Musik und eigenen Kompositionen (Kammermusikwerke, Orchesterkonzerte, Bühnenmusiken, sowie 180 Chor- und Liedkompositionen).

Als Musikwissenschaftler hat Eisenhardt sich besonders um die Erforschung der regionalen Musikgeschichte verdient gemacht, die er auch in Vorträgen und vielen Publikationen einer breiten Öffentlichkeit verdeutlichte und deren Überlieferung und Pflege er stets anmahnte. Günther Eisenhardt war es auch, der bei der Namensgebung des Friedrich-Schneider-Chores maßgeblich beteiligt war.

Als Ehrenmitglied des Friedrich-Schneider-Chores werden wir ihn als Freund und sein kompositorisches Schaffen in unseren Liedern in Ehren halten.

 

Richard Bartmuß

Portrait Richard BartmußRichard Bartmuß (geboren am 23. Dezember 1859 in Schleesen bei Oranienbaum, gestorben am 25. Dezember 1910 in Dessau) studierte, nachdem er zunächst als Lehrer tätig war, in Berlin Kirchenmusik und Komposition. Seine praktische Tätigkeit begann 1885 als Organist der Schlosskirche in Dessau. (Dieses Amt war nach Schneiders Zeiten aus praktischen Gründen nicht mehr mit dem des Hofkapellmeisters verbunden.)

Bartmuß machte sich zusammen mit anderen Reformern um die Neuordnung des evangelischen Gottesdienstes verdient, den er um neue musikalische Formen bereicherte. Er gehörte auf dem Gebiet der protestantischen Kirchenmusik zu den meistaufgeführten Komponisten seiner Zeit. Im phantasiereichen, freien Orgelspiel soll er nicht zu übertreffen und als Mensch von eigenartiger Prägung gewesen sein. Erst im letzten Jahrzehnt wurde Bartmuß' Musik wiederbelebt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bartmuß' Kompositionen (nach der Opuszahl 52, darunter Orgelwerke, Motetten, Kantaten und andere Chorwerke in verschiedenen Stimmlagen) sind stets einprägsam und kantabel gehalten. Er bevorzugte eine melodische Stimmführung und natürliche harmonische Wendungen. Er selbst hat viele seiner Kantaten bereits im Titel als „leicht aufführbar" benannt.

Im Mittelpunkt seiner Kompositionen steht zwar die geistliche Vokalmusik, es zeugt jedoch von seiner Weltoffenheit und Vielseitigkeit, dass er eine Reihe weltlicher Lieder für Frauen- und Männerchöre hinterlassen hat, die auch heute noch aufführungswürdig sind.

 

Gerhardt Preitz

Portrait Gerhardt PreitzGerhardt Preitz (geboren am 2. November 1884 in Zerbst, gestorben am 31. Mai 1946 in Dessau) studierte 1903-1906 am Konservatorium in Leipzig, war anschließend zunächst Solorepetitor und dann Musikdirektor am Dessauer Hoftheater. Im Jahre 1910, also nach Bartmuß´ Tod, übernahm er das Amt des Organisten an der Schlosskirche, wurde zum Landeskirchenmusikdirektor und 1923 zum Professor ernannt.

Als Pädagoge oblag ihm die Leitung der Schulmusiklehrer-Ausbildung. In den 20er Jahren übernahm Preitz an Stelle des musikalischen Oberleiters des Theaterorchesters - damals ungewöhnlich - den Klavierpart in der Dessauer Kammermusikvereinigung.

1917 gründete Preitz den „Reformationschor", mit dem er über Jahre die großen Oratorien Händels und Bachs in einer erstaunlich hohen Anzahl zur Aufführung brachte. Darüber hinaus hat er sich durch die Organisation großer kirchlicher Musikfeste in Anhalt verdient gemacht. Im Januar 1946 rief Preitz den „Lutherchor" ins Leben, der von seiner Gründung bis heute in Dessau als einziger örtlicher Laienchor die Aufführung großer Vokalwerke mit Instrumentalbegleitung pflegt.

Preitz´ kompositorisches Schaffen umfasst 69 Instrumental- und Vokalwerke kirchlichen und weltlichen Inhaltes, darunter auch ein als Liederspiel bezeichnetes Bühnenwerk „Das deutsche Volkslied", das 1917 in Dessau aufgeführt wurde. Sein gesamter Nachlass gilt jedoch als verschollen, so dass derzeitig nur auf das wenige zu seinen Lebzeiten im Druck Erschienene zurückgegriffen werden kann.

 

August Klughardt

Portrait August KlughardtAugust Klughardt (geboren am 30. November 1847 in Köthen, gestorben am 3. August 1902 in Roßlau) schrieb seine ersten Kompositionen für einen am Gymnasium gegründeten Schülerzirkel, dessen Leitung ihm anvertraut war. Bei Eduard Thiele in Dessau nahm er Klavierunterricht, der offensichtlich so erfolgreich war, dass der Gymnasiast Klughardt bereits 1864 als Solist mit Mendelssohns g-Moll-Klavierkonzert bei einem Abonnementskonzert auftreten konnte. Das anschließende Musikstudium in Dresden absolvierte er in einem Jahr.

1867 begann Klughardt sein Laufbahn als Kapellmeister, die ihn zunächst innerhalb von 15 Jahren in raschem Wechsel an die Stadttheater Posen, Neustrelitz, Lübeck, an das Hoftheater Weimar und wieder nach Neustrelitz führte. Der Umgang mit Liszt in Weimar wirkte befruchtend auf sein Kompositionstalent und ließ ihm später zum begeisterten Wagner-Verehrer werden.

Auf Vorschlag seines alten Lehrers Thiele wurde er 1882 dessen Nachfolger als Hofkapellmeister in Dessau. Was Thiele begonnen hatte, setzte Klughardt würdig fort. Unter seiner Stabführung kamen mit Ausnahme des „Parzifal" sämtliche Werke Wagners zur Aufführung. Schon 1893 erlebte Dessau die erste geschlossene Darstellung des „Ring des Nibelungen". Diese verantwortungsbewusste Wagnerpflege brachte dem Dessauer Hoftheater endgültig den Beinamen „Nördliches Beyreuth" ein und führte auch zu einer engen Kooperation mit der Festspielstadt (Austausch von Sängern und Musikern).

Klughardt brachte die Dessauer Hofkapelle auf eine hohen Stand. Auch der Theaterchor hatte einen so guten Ruf, dass Ende des 19. Jahrhunderts regelmäßig ein aus ca. 20 Mitgliedern bestehender Teil zum Covent-Garden-Theater nach London reiste, um dort den Stamm des Chores bei der Aufführung deutscher Opern zu bilden.

Mit seinem überraschenden Tod ihm endete in Dessau die bemerkenswerte, über 100 Jahre durchgängig andauernde Ära der „komponierenden Chefdirigenten" (die erst in neuerer Zeit mit Heinz Röttger für 23 Jahre wieder auflebte).

Klughardt komponierte 4 Opern, 5 Sinfonien, Solokonzerte, Oratorien, Kammermusik, Sololieder und zahlreiche Chorwerke für verschiedene Stimmlagen. Seinen Opern war kein nachhaltiger Erfolg beschieden, gerieten sie doch schon bei den Zeitgenossen in den Ruf der „zu treuen Copien des Stils ihres Meisters" und er selbst mit dieser Gattung in den Ruf eines „Circumpolaren" um Richard Wagner. Die Sinfonien, Solo-Konzerte und Kammermusikwerke waren dagegen für einige Zeit in den Konzertsälen Europas heimisch und werden gelegentlich noch heute zu Gehör gebracht. Klughardts Liedkompositionen und oratorischen Werke galten als solche von überregionalem Rang und wurden den großen Musikschöpfungen des 19. Jahrhunderts an die Seite gestellt.

 

Eduard Thiele

Portrait Rudolf Eduard ThieleRudolf Eduard Thiele (geboren am 21. November 1812 in Dessau, gestorben am 10. Januar 1895 in Dessau) absolvierte als junger Mann die Kurse an Friedrich Schneiders Musikschule mit vortrefflichem Urteil und studierte anschließend in Wien und Dresden. 1832 wurde er Musikdirektor einer Schauspielgruppe, eine der seinerzeit üblichen reisenden Gesellschaften, und wirkte in Halle, Dessau und ab 1834 dauerhaft in Köthen. Ein kurzes Intermezzo war ein Kontakt mit dem Magdeburger Stadttheater, wo Richard Wagner als Operndirigent seine Nachfolge antrat.

Thiele wurde in Köthen zum Herzoglichen Musikdirektor berufen. In den dort recht bescheidenen Verhältnissen entwickelte er, immer seinen Dessauer Lehrer vor Augen und ihm nachstrebend, eine erfolgreiche und vielseitige Musikerziehung.

1855 übernahm Thiele zunächst das Amt des Musikdirektors und dann 1860 das des Hofkapellmeisters in Dessau. Dank seiner intensiven künstlerischen Arbeit fanden bald die meisten Opern Wagners Aufnahme in den Spielplan. Dieses mutige Vorgehen erwarb ihm die Gunst Richard Wagners, der auch Dessau besuchte und in seiner rabiaten Kritik des deutschen Opernbetriebes für das „kleine merkwürdige Hoftheater" voll des Lobes war und Dessau als rühmliche Ausnahme und Muster empfahl. Thiele hatte damit den Grundstein für die spätere Dessauer Wagner-Pflege gelegt.

Wo Thiele freie Hand hatte, wie in der Singakademie, führte er Werke der älteren Romantik und Kompositionen seiner romantischen Zeitgenossen auf. Er gilt auch als derjenige, der sowohl die initiierende als auch aktive Teilnahme an Kammermusikvereinigungen durch die Orchesterleiter als gute Tradition am Dessauer Theater begründete.

Thiele hat Vokal- und Instrumentalwerke komponiert, die fast durchweg den musikalischen Kleinformen zuzurechnen sind. Stücke im Chorsatz und naturverbundenen Inhaltes finden sich oft in Gesangssammlungen und Liederbüchern für obere Schulklassen der Jahrhundertwende.

1882 feierte Thiele sein 50-jähriges Dienstjubiläum als Kapellmeister und trat zugleich in den Ruhestand. Sein Nachfolger im Amt wurde August Klughardt.

 

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